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Klebetechnik

Wir kleben nach Norm

Moderne Kofferaufbauten halten durch Klebeverbindungen zusammen, die hohe Lasten tragen. Wer sie nach einem Schaden instand setzt, braucht mehr als Klebstoff. Es braucht ein Verfahren, das sich prüfen lässt, Fachkräfte, die es beherrschen, und eine Norm, an der man es misst. Bei uns in Griesheim gibt es alle drei.

Explosionsgrafik eines Rettungswagens, die Klebeverbindung zwischen Kofferwand und Boden ist hervorgehoben
Ort
Werkstatt Griesheim
Norm
Arbeiten nach DIN EN ISO 21368
Qualifikation
Kleb­fach­ingenieur mit DVS/EWF-Zertifikat (EAE) im Haus
Prüfung
Messungen und bewährte Prüfverfahren, weil Klebungen sich meist nur zerstörend prüfen lassen
Einsatz
Seitenwände, Kofferwände, Koffersegmente

Warum Kleben anders ist

Man sieht einer Klebung nichts an

Eine Schweißnaht kann man prüfen, eine Schraube nachziehen. Eine Klebung lässt sich meist nur zerstörend prüfen, also gar nicht am fertigen Fahrzeug. Deshalb entscheidet der Prozess über die Sicherheit: Vorbereitung der Flächen, Klebstoff, Temperatur, Zeit, Dokumentation.

Wir orientieren uns dabei an präzisen Messungen und an Prüfverfahren, die auf die Anforderungen im Rettungsdienst abgestimmt sind. Im Kofferaufbau eines Rettungswagens trägt die Klebung Sicherheitslasten, und dafür ist die Arbeitsweise nach DIN EN ISO 21368 da.

Rettungswagen als 3D-Modell in der Halbtotale

Die Normen

Welche Normen bei Klebungen gelten

Die DIN EN ISO 21368 in der Ausgabe vom Oktober 2024 beschreibt laut DIN Media, wie geklebte Strukturen hergestellt und dokumentiert werden, damit sich ihr Risiko bewerten lässt, und welche Kompetenz das Klebaufsichtspersonal braucht. Nach dieser Norm arbeiten wir bei der Instandsetzung von Kofferaufbauten.

Ihre Vorgängerin war die DIN 2304-1. Sie hatte laut Fraunhofer IFAM die Sicherheitsklassen für Klebungen eingeführt, von S1 für Verbindungen, deren Versagen Leib und Leben gefährden kann, bis S4 ohne Sicherheitsanforderung, dazu benanntes Klebaufsichtspersonal und Nachweise, dass die Belastung unter der Tragfähigkeit bleibt.

Seit Oktober 2024 ist die DIN 2304-1 laut DIN Media durch die DIN EN ISO 21368 ersetzt. Wer einen Kofferaufbau instand setzt, muss also zeigen können, wie er klebt und wie er es belegt.

Was wir machen

Vom Seitenwandtausch bis zum Segment

  • Austausch von Seitenwänden nach Unfallschäden im Klebeverfahren
  • Teilersatz von Kofferwänden und Erneuerung ganzer Koffersegmente
  • Instandsetzung von Klebe­verbindungen in sicherheitsrelevanten Bereichen des Koffer­aufbaus

Qualifikation

Wer bei uns klebt

Bei Seewald + Seewald ist dauerhaft ein Klebfachingenieur im Einsatz, zertifiziert nach DVS/EWF als European Adhesive Engineer.

Ablauf

Vom Schaden bis zur Dokumen­tation

  1. Schaden melden

    Ihr beschreibt uns Schadensbild und Aufbauhersteller, per Telefon oder über die Anfrage. Fotos schickt Ihr uns per E-Mail nach.

  2. Begutachtung in Griesheim

    Wir prüfen den Aufbau in der Werkstatt und legen mit Euch fest, welche Wände oder Segmente ersetzt werden.

  3. Instandsetzung im Klebeverfahren

    Der Kleb­fach­ingenieur verantwortet die klebtechnische Ausführung nach DIN EN ISO 21368, mit Messungen und Prüfverfahren.

  4. Übergabe

    Ihr bekommt das Fahrzeug zurück, und wir sagen Euch, was gemacht wurde.

Service-Versprechen

Das sagen wir Euch zu

  • Wir arbeiten nach DIN EN ISO 21368.
  • Ein nach DVS/EWF zertifizierter Kleb­fach­ingenieur ist dauerhaft im Einsatz.
  • Wir halten die Vorgaben des Aufbauherstellers ein.
  • Wir sichern die Klebung mit Messungen und bewährten Prüfverfahren ab.

Ansprechpartner

Wer die Werkstatt plant

Die Terminplanung der Werkstatt erreicht Ihr unter 06155 665077 oder info@seewald24.de.

Häufige Fragen

Fragen zur Klebetechnik

Kann man einen geklebten Koffer­aufbau nach einem Unfall reparieren?

Ja, Seitenwände, Kofferwände und ganze Koffersegmente lassen sich geklebt instand setzen, wenn der Prozess stimmt. Wir arbeiten nach DIN EN ISO 21368, mit einem Klebfachingenieur mit DVS/EWF-Zertifikat im Haus und mit Messungen und Prüfverfahren, weil sich eine Klebung am fertigen Fahrzeug meist nur zerstörend prüfen lässt.

Warum reicht eine normale Karosseriewerkstatt nicht?

Eine Klebung lässt sich am fertigen Fahrzeug nicht prüfen. Die Sicherheit entsteht im Prozess, und der braucht Messungen, Prüfverfahren und Leute, die dafür ausgebildet sind.

Was ist ein Kleb­fach­ingenieur?

Ein Klebfachingenieur ist ein Ingenieur mit einer Zusatzqualifikation nach DVS/EWF, dem European Adhesive Engineer. Er verantwortet die klebtechnische Auslegung und Überwachung. Bei uns ist er fest im Team.

Zeigt uns den Schaden

Beschreibt uns das Schadensbild und den Aufbauhersteller, dann sagen wir Euch, wie wir die Klebung instand setzen. Wenn es eilt, ruft an: 06155 665077.

Vorschau der neuen Website. Die bisherige Seite findet Ihr unter seewald24.de.